Aquarium Leitwertmessung
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In der Welt der Aquaristik spielt die Überwachung der Wasserparameter eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Unterwasserbewohner. Während pH-Wert und Temperatur häufig im Fokus stehen, wird ein wichtiger Parameter oft unterschätzt: der Leitwert des Aquarienwassers. Die Leitwertmessung liefert wertvolle Informationen über die Gesamtheit der gelösten Salze und Mineralien im Aquarium und kann frühzeitig auf Probleme hinweisen, bevor sie sichtbar werden.
Warum ist die Leitwertmessung im Aquarium wichtig?
Der elektrische Leitwert (auch Konduktivität oder EC-Wert genannt) gibt Auskunft über die Fähigkeit des Wassers, elektrischen Strom zu leiten. Diese Eigenschaft ist direkt abhängig von der Menge der im Wasser gelösten Ionen. Mit anderen Worten: Je mehr Mineralien, Salze und andere lösliche Stoffe im Wasser vorhanden sind, desto höher ist der gemessene Leitwert.
Für Aquarianer bietet die regelmäßige Kontrolle des Leitwerts mehrere Vorteile:
1. Früherkennung von Problemen: Ein plötzlicher Anstieg des Leitwerts kann auf eine erhöhte Schadstoffkonzentration oder Überdosierung von Düngern hindeuten, noch bevor andere Wasserparameter auffällige Werte zeigen.
2. Artgerechte Haltung: Viele Fischarten stammen aus Gewässern mit spezifischen Leitwerten. Diskusfische bevorzugen beispielsweise weiches Wasser mit niedrigem Leitwert, während viele afrikanische Buntbarsche an hartes, mineralhaltiges Wasser mit höherem Leitwert angepasst sind.
3. Kontrolle der Wasserwechsel: Mit einem Leitwertmessgerät für Aquarien können Sie überprüfen, ob Ihr frisches Wasser dem bestehenden Aquarienwasser ähnelt und so Stress für die Bewohner minimieren.
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Leitwertmessgeräte für das Aquarium: Typen und Funktionsweisen
Auf dem Markt sind verschiedene Arten von Leitwertmessgeräten erhältlich, die sich in Genauigkeit, Bedienkomfort und Preis unterscheiden:
Digitale Leitwertmessgeräte sind die gängigste Variante. Diese kompakten Geräte bieten eine schnelle und relativ präzise Messung. Moderne Modelle verfügen oft über zusätzliche Funktionen wie Temperaturkompensation, was die Messgenauigkeit erhöht. Ein qualitativ hochwertiges TDS-Messgerät (Total Dissolved Solids) misst die Gesamtheit der gelösten Feststoffe und wird oft synonym zum Leitwertmessgerät verwendet.
Permanente Leitwertmesssysteme werden fest im Aquarium installiert und ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung. Einige Modelle können mit Aquariencomputern verbunden werden und bieten Alarmfunktionen bei Grenzwertüberschreitungen.
Teststreifen und Kits stellen eine kostengünstige Alternative dar, bieten jedoch in der Regel nicht die gleiche Genauigkeit wie elektronische Messgeräte. Sie eignen sich eher für gelegentliche Kontrollen als für präzises Monitoring.
Für die meisten Hobbyaquarianer ist ein gutes digitales EC-Meter die beste Wahl, da es eine gute Balance aus Genauigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Preis bietet.
Die korrekte Leitwertmessung durchführen
Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, sollten bei der Leitwertmessung einige wichtige Punkte beachtet werden:
Kalibrierung: Wie bei allen Messgeräten ist eine regelmäßige Kalibrierung unerlässlich für genaue Messwerte. Die meisten Geräte werden mit speziellen Kalibrierlösungen geliefert, deren Anwendung in der Regel einfach ist. Eine Kalibrierung sollte mindestens einmal monatlich durchgeführt werden.
Richtige Messung: Tauchen Sie das Messgerät in eine frisch entnommene Wasserprobe ein und warten Sie, bis sich der Messwert stabilisiert. Achten Sie darauf, dass die Elektroden vollständig eingetaucht und frei von Luftbläschen sind.
Konsistenz: Führen Sie die Messungen immer unter ähnlichen Bedingungen durch – idealerweise zur gleichen Tageszeit und im selben Bereich des Aquariums. Dies macht die Ergebnisse besser vergleichbar.
Die Einheiten der Leitwertmessung können zunächst verwirrend sein. Häufig werden Mikrosiemens pro Zentimeter (μS/cm) oder Millisiemens pro Zentimeter (mS/cm) verwendet. In Meerwasseraquarien sind die Werte naturgemäß deutlich höher als in Süßwasseraquarien.
Interpretation der Leitwert-Messergebnisse im Aquarium
Die Interpretation der Messwerte hängt stark vom Aquarientyp und den gehaltenen Arten ab:
Süßwasseraquarien: Je nach gehaltenen Fischarten variieren die idealen Werte. Für weichwasserbewohnende Arten wie Diskusfische oder viele Garnelen liegt der optimale Bereich oft zwischen 100-300 μS/cm. Fische aus mineralreicheren Gewässern wie viele Malawi-Buntbarsche bevorzugen Werte von 500-1000 μS/cm.
Meerwasseraquarien: Hier bewegen sich die Leitwerte deutlich höher, typischerweise im Bereich von 50.000-54.000 μS/cm (bzw. 50-54 mS/cm). In Riffaquarien ist eine stabile Konduktivität besonders wichtig für die empfindlichen Korallen.
Wichtiger als die absoluten Werte sind jedoch oft die Veränderungen über Zeit. Ein plötzlicher Anstieg kann auf eine Anreicherung von Schadstoffen oder übermäßige Verdunstung hinweisen. Ein starker Abfall könnte auf Probleme mit der Mineralisierung des Wassers hindeuten.
Für ein umfassendes Bild der Wasserqualität sollte die Leitwertmessung stets mit anderen Wasserparametern wie pH-Wert, Karbonathärte und Gesamthärte kombiniert werden. Hier kann ein ganzheitlicher Ansatz, wie in unserem Artikel über ideale Wasserwerte für gesunde Aquarienbewohner beschrieben, sehr hilfreich sein.
Maßnahmen zur Regulierung des Leitwerts
Sollte der Leitwert in Ihrem Aquarium nicht im optimalen Bereich liegen, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Anpassung:
Leitwert senken:
– Verwendung von destilliertem Wasser oder Umkehrosmosewasser bei Wasserwechseln
– Einsatz von Torffilterung (senkt gleichzeitig den pH-Wert)
– Häufigere, aber kleinere Wasserwechsel zur Verdünnung
Leitwert erhöhen:
– Zugabe von speziellen Mineralien oder Aufhärtesalzen
– Verwendung von Kalkstein oder Korallensand als Bodengrund oder Filtermaterial
– Einsatz von speziellen GH/KH-Erhöhern
Bei all diesen Maßnahmen ist Vorsicht geboten: Zu schnelle Änderungen der Wasserwerte können Stress für die Aquarienbewohner bedeuten. Ändern Sie die Parameter immer langsam und kontrolliert.
Leitwertmessung im Kontext anderer Wasserwerte
Die Leitwertmessung sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern im Zusammenhang mit anderen wichtigen Wasserparametern. Besonders eng verknüpft ist der Leitwert mit der Gesamthärte (GH) und der Karbonathärte (KH) des Wassers. Während die Härtewerte spezifische Mineraliengruppen messen, gibt der Leitwert einen Überblick über die Gesamtheit aller gelösten Ionen.
Die regelmäßige Messung aller relevanten Parameter mit einem umfassenden Aquarium Wassertest Set ermöglicht ein ganzheitliches Wassermanagement. Dies ist besonders wichtig bei der Einrichtung eines neuen Aquariums oder der Eingewöhnung empfindlicher Arten.
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Eine weitere wichtige Ergänzung zur Leitwertmessung ist die Überwachung des CO2-Gehalts im Wasser, besonders in bepflanzten Aquarien. In unserem Artikel zur CO2-Überwachung für gesunde Unterwassergärten finden Sie wertvolle Informationen zu diesem Thema.
Fazit zur Leitwertmessung im Aquarium
Die regelmäßige Leitwertmessung im Aquarium ist ein wertvolles Instrument für jeden engagierten Aquarianer. Sie bietet einen schnellen Überblick über die Gesamtmineralisierung des Wassers und kann als Frühwarnsystem für potenzielle Probleme dienen.
Mit einem qualitativ hochwertigen Leitwertmessgerät und dem Wissen um die korrekten Zielwerte für Ihre spezifischen Aquarienbewohner können Sie ein stabileres und gesünderes Aquarienumfeld schaffen. Die Investition in ein gutes Messgerät zahlt sich langfristig durch gesündere Fische und üppigeres Pflanzenwachstum aus.
Denken Sie daran: Die Kunst der erfolgreichen Aquaristik liegt nicht nur im Reagieren auf Probleme, sondern in deren Vorbeugung durch regelmäßiges Monitoring aller relevanten Parameter – und der Leitwert gehört definitiv dazu.







